Ich kam mit Nervosität – und ging mit wertvollen Erfahrungen und einem guten Gefühl. Schon bei der Wahl meines zweiwöchigen Schülerpraktikums in der 10. Klasse war mir klar, dass ich etwas machen wollte, das mir aufregende Einblicke in die IT-Branche vermitteln sollte. Und bei PROLAN wurde dieser Wunsch Wirklichkeit.
Wie alles begann: Mein Start mit PowerApps
Ich spreche sicher für jeden Schülerpraktikanten da draußen wenn ich sage: „Aller Anfang ist schwer“. Neue Umgebung, neue Regeln, neue Leute und das alles, während man noch Dokumentation, Lehrerbesuch und Interview im Hinterkopf hat. Ich muss aber sagen, dass mich bei PROLAN ein freundliches Team erwartet hat, dass mir mit viel Geduld und Sympathie geholfen hat, diese zwei Wochen zu einem Praktikum nach meinen Wünschen und Vorstellungen zu machen. Die Informatik ist ein riesen Gebiet mit zahllosen Bereichen und jedes davon fasziniert mich sehr. Und als Reaktion auf meine weitreichenden Vorkenntnisse in diesem Themenfeld boten mir meine Praktikumsbegleiter genau die praktische Tiefe, die ich mir erhoffte.
Lange Rede kurzer Sinn, ich stieg gleich ein in Microsoft PowerApps ein, einem Teil der Microsoft PowerPlatform zur Entwicklung von sog. „Low-Code-/No-Code-Anwendungen“. Das sind Apps, die sich ohne umfassende Programmierkenntnisse nach einer Art „Baukasten-System“ entwickeln lassen und so enorm viel Zeit sparen im Vergleich zur traditionellen Programmierung.
Dabei ist PowerApps ein sehr mächtiges Tool mit vielen nützlichen Features, die einem sehr viel Arbeit abnehmen. Ich habe mich während der gesamten ersten Woche mit diesem Werkzeug vertraut gemacht und über die Lernreihe von Microsoft eine eigene App zur Verwaltung von Kaffeemaschinendaten entwickelt (siehe Abbildung oben) und immer mehr verfeinert. Interessant ist hierbei, dass mit dem „Speichern“-Button die eingetragenen Daten mit einer Excel-Tabelle im OneDrive synchronisiert werden und das ohne viel Code, der da im Hintergrund geschrieben werden musste.
Teil 2 der Reise: Zwischen Sprints und Workflows
Schon am dritten Tag durfte ich parallel zu meinem PowerApps-Projekt etwas über das Management von IT-Projekten lernen. Dabei ging es um agiles Projektvorgehen – also Aufgaben Schritt für Schritt flexibel planen – und SCRUM, eine Methode, wie Teams ihre Arbeit organisieren (siehe Abbildung unten). So konnte ich über die reine Technik hinaus viel Neues lernen.
Schließlich durfte ich auch neben dem Projektmanager sitzen, bei seinen Meetings dabei sein und aufregende Einblicke in seine Arbeit gewinnen. Der Höhepunkt war, als ich ihm etwas bei der Visualisierung von sogenannten Workflows helfen durfte. Dabei handelt es sich um strukturierten Prozessabläufen, die in Computerprogrammen abgearbeitet werden. Das hat besonders viel Spaß gemacht und mir das Gefühl gegeben, „Teil des Teams“ zu sein.
Vom Code zum Modell – mein Weg mit Model‑Driven Apps
Als der Softwareentwickler in der zweiten Woche wieder da war, waren die Aufgaben, die er mir gegeben hat wie in Sprung ins eisige Wasser: Ich legte Tabellen an setzte sie in Beziehungen und erstellte dazu in PowerApps eine Model-driven App. Diese Apps unterscheiden sich von den Canvas-Apps, die ich am Anfang entwickelt habe insofern, dass sie nach einem strengen Muster von Microsoft arbeiten, prinzipiell immer gleich aussehen und der effizienteren Entwicklung professioneller CRUD-Systeme (Datenverarbeitung: Create, Read, Update, Delete) dienen.
Der Softwareentwickler hat die Aufgabe nach und nach erweitert, bis ich schließlich in die echte Programmierung mit JavaScript einsteigen konnte und meiner App über eine sogenannte REST-API weitere Logik hinzugefügt habe. Obwohl die Fehlersuche etwas nervig war, ist das Ergebnis in meinen Augen doch sehr schön!
ENDE GELÄNDE
Insgesamt waren diese zwei Wochen ein tolles Praktikum mit viel positiven Erfahrungen! Das Team war super nett und die Gestaltung meiner Zeit war abwechslungsreich und ein breitgefächertes Angebot aus PROLANs Technologien. Darauf blicke ich in Zukunft gerne immer wieder zurück!